Monday, 27. july 2009
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Mit einem dumpfen Gefühl der "Schande" schreibe ich am nächsten (erst dritten!?) Artikel unseres WG-Blogs. Leider musste ich in den letzten Tagen (wohl eher Wochen oder Monaten) feststellen, dass
ein solcher Blog schnell in Vergessenheit gerät (und wenn man ihn täglich führen würde, extrem viel Aufwand benötigt).
Nun, hier bin ich und versuche es mit einem neuen Beitrag wieder geradezubiegen. Immerhin kann ich zu unserer Verteidigung - sogar mit ein wenig Stolz - behaupten: Wir stopfen das
Sommerloch nicht mit langweiligen (oder gar unsinnigen) Trash-Nachrichten (wie es die Medien zu tun pflegen), Nein, wir stehen zu der mittsommerlichen Leere (die manchmal auch unsere Köpfe in
Beschlag nahm) und lassen das Sommerloch auch Sommerloch sein.
Noch dies: Ich hoffe auf ein paar zufriedene Leser. Kritik/Lob/Anregungen nehmen wir gerne als Kommentare (unten am Artikel zu finden) entgegen.
Viel Spass mit den folgenden Zeilen...
Im heutigen Beitrag präsentieren wir euch die Top-Sommer-Story's 09 (natürlich nur die offiziellen, für die Aussenwelt bestimmten, von Profis zensierten und vom Aufsichtsrat
der Top-Story-Beratungsstelle bewilligten Story's)
Platz # 5 - Wie viele Teile hat ein Büchsenöffner?
Als Manuel M. nach einem Ausgang hungrig (aber keinesfalls mehr durstig) nach Hause kam, wollte er sich ein bisschen
Thunfisch gönnen. Mit der Feinfühligkeit eines anabolikavollgepumpten Bodybuilders versuchte er folglich eine Büchse Thunfisch zu öffnen. Wenn man nun den Titel dieser Story anschaut, kann man sich
denken, was passiert ist... Der Büchsenöffner zersprang in sämtliche Einzelteile (und das sind verdam*t viele) und war trotz (oder gerade aufgrund) unserer handwerklichen Fähigkeiten fortan
weder zusammensetz- noch nutzbar.
Nun, seit diesem Augenblick verfügen wir leider über keinen "echten" Büchsenöffner mehr, zum Glück hat jeder richtige Mann ein Schweizer Taschenmesser dabei....
Interessiert am Sponsoring eines
neuen Büchsenöffners? Bitte beim nächsten Besuch mitbringen. Sponsor wird bei zukünftigem Blog-Eintrag namentlich erwähnt (Bitte beachten: dieser Eintrag dient NICHT zu Werbezwecken).
Platz # 4 - Sommerloch vs. Ozonloch (Wie André Z. zu einer Sonnencréme 50+ kam)
Zu Beginn die Warnung: Kinder, bitte nicht zuhause nachmachen!
André Z., unbekümmert wie eh und je, dachte sich eines schönen Sommertages, er gönne seiner Haut ein Sonnenbad im Berner Marzili. Von einem seiner Mitbewohner dazu gedrängt, crémte er sich
tatsächlich mit Sonnencréme ein, geblendet von der falschen "Tatsache", dass er nun unbeschränkt Sonne tanken kann. Der Abend, vor Allem aber die nächsten Tage straften ihn aber Lügen. Einerseits
waren es die körperlichen Schmerzen (multiple, grossflächige Sonnenbrände) die ihm zu schaffen machten, andererseits die psychischen Angriffe seiner Mitbewohner, die ihn in Anlehnung an eine
bekannte Ketchup-Marke nur noch mit "Heinz" ansprachen. Geprägt von diesem Erlebnis, schritt André Z. - seines Zeichens ein Mann der Tat - zum nächsten Fachhandel und besorgte sich eine
Sonnencréme mit Faktor 50+. Die Zukunft wird zeigen, ob - und mit welchen Mitteln - er dem Ozonloch trotzen kann.
Platz # 3 - Alle Wege führen ins Marzili oder "wie gewonnen so zerronnen"!
Es war derselbe Sommertag, wie bei Platz # 4 beschrieben. Gezeichnet vom vorigen Abend, fassten sich
Manuel M. und Patrick F. (Selbsternannter Wg-Mitbewohner) um 14:00 Uhr ein Herz und wollten auch ins Marzili. Faul wie Sportler (v.A. Fussballer?) sind, nahmen Sie für diese Strecke (die zu Fuss
laut GoogleMaps in 28 Minuten zu absolvieren ist) das Auto. Aufgrund Manuel M.'s extrem schwacher Orientierungsgabe (schon mehrfach bewiesen) und Patrick F.'s Unkenntnis über die Berner Strassen,
kamen die Beiden nach zwei Telefonaten, ca. 5 Kehrtwenden und einem riesen Umweg (es war mittlerweile 14.45) auf dem Marzili-Parkplatz an. Dort bewies P.F. Kaltschnäuzigkeit und schnappte sich
kurzerhand (am Rande der Fairness) einen Platz für sein Auto. Natürlich hatten die Beiden etwas vergessen, exakt, die Badetücher. Nur 2 Minuten später (wie durch ein Wunder begünstigt), erhielten
die beiden für je 1 CHF, von einem (grob geschätzt) 9 Jährigen Jungen, ein Badetuch. Überglücklich über diese Verteilaktion, stolzierten die Beiden zum "Platz" von André Z., um sofort von Ihrem
Glücksmoment zu erzählen. Hier zeigte sich, wie schnell ein Glücksmoment zu einem Pechsmoment werden kann. Die erwähnten Badetücher wurden an diesem Tag im Marzili (halten sie sich fest) GRATIS
verteilt. Folglich wurden Manuel M. und Patrick F. von einem 9-Jährigen (Businessmann?) über den Tisch gezogen.
Auch der später im Marzili auftauchende "Fremde" im neon-grünen Borat String-Badehosen-Anzug (was für ein Wort???) konnte die Beiden nicht mehr wirklich über die Niederlage hinweg trösten....
Platz # 2 - Der Grund, wieso Matthias E. nie an den Olympischen Spielen als Hürdenläufer teilnehmen wird
Zu dieser Geschichte muss vorerst folgendes gesagt werden:
Aufgrund verschleierter Wahrnehmung und mangelhafter Augenzeugenberichten (niemand zweites der WG war vor Ort), geht man bei dieser Kurz-Story von einem Realitätsgehalt von 70-80 % aus.
Es war ein Samstag Abend, der nicht für alle WG-ler gleichermassen spannend verlief, nicht verwunderlich also, dass Manuel M. und André Z. zur "Zeit des Geschehens" schon in der Wohnung
waren.
Selbstberichten, sowie Augenzeugenberichten zufolge versuchte Matthias E. (im Stile Felix Sanchez' [Weltmeister + Olympiasieger 400 Meter Hürden]) ein Geländer in der Nähe der grossen Schanze zu
überspringen. Leider gibt ein Geländer bei einer Berührung nicht nach (wie es eine Hürde macht) und somit musste Matthias E.'s Oberschenkel schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Teer-Boden machen. Dem
Teer-Boden ist glücklicherweise nichts passiert. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass Matthias E. (abgesehen von einer Geländer-Phobie) keine bleibenden Schäden davontragen wird.
Schlussendlich gäbe es da noch
Platz # 1, eine besonders kuriose Geschichte, die verraten würde, weshalb wir seit einer durchzechten Party-Nacht einen Töggeli-Chaschte (zu Deutsch
wohl: Tischfussballtisch :P) auf unserem Balkon stehen haben, doch wollen wir ja auch nicht gleich alles heute verraten..... oder?
Eure Frohberg-WG
Anm. d. Redaktion: Alle in diesem Blogeintrag genannten Personen und Geschichten sind rein fiktiver Herkunft. Jegliche Übereinstimmungen mit der realen Welt sind zufälligen Ursprungs (Z. vgl.
Sendungen wie Barbara Salesch, Richter Alexander Hold, Jugendgericht, Gummibärenbande etc.).